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Olympische Spiele in Deutschland zwischen Traum und Chance

Wolfgang Tiefensee & Heike Fischer

Wolfgang Tiefensee, ehemaliger Oberbürgermeister und Bundesminister sowie Heike Fischer, Bronzemedaillengewinnerin Wasserspringen Peking 2008 am 12. März 2012 beim Talk des Mitteldeutschen Presseclubs in Leipzig

Für die Leipziger Wasserspringerin Heike Fischer war nach dem Gewinn der olympischen Bronzemedaille 2008 in Peking Schluss mit dem Leistungssport. Vielleicht hätte sie ihre Karriere verlängert, wenn ihre Heimatstadt den Zuschlag für die Olympischen Spiele 2012 erhalten hätte. „Olympia ist der Traum eines jeden Sportlers und direkt zu Hause erleben ihn nur sehr wenige“, sagte sie beim Talk im Mitteldeutschen Presseclub. Der damalige Oberbürgermeister Wolfgang Tiefensee hatte mit dafür gesorgt, dass die Messestadt diesen Traum zumindest eine Zeit lang träumen konnte. Für das Aus der Leipziger Olympiabewerbung im April 2004 räumte er Schwachstellen des Konzepts ein, sieht gleichzeitig aber auch die Politik des Internationalen Olympischen Komitees kritisch. Neulinge hätten es sehr schwer, den Zuschlag erhielten zumeist Städte mit Olympia-Erfahrung. In diesem Sinne habe München eine Chance, aber auch Hamburg sieht er erneut als aussichtsreichen Kandidat. Ob sich Leipzig noch einmal bewerben sollte? „Da schlagen zwei Herzen in meiner Brust und das eine sagt: Lasst die Finger davon.“ Die Fragen stellten Ramona Nagel und Rolf Westermann.